Schulprojekt zum Thema Flucht und Fremdsein

Ende letzten Jahres gab es eine Anfrage seitens der Blautopfschule von Frau Sigloch und Frau Krokenberger. Beide unterrichten in der 9. und 10. Klasse Religion und Ethik. Dort kam es verstärkt zu flüchtlingsfeindlichen Sprüchen, und das u.a. auch von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Wir trafen uns mit den anderen zuständigen Lehrerinnen und vereinbarten ein Schulprojekt, welches nun Anfang März in der Gemeinschaftsunterkunft stattgefunden hat. 4 Klassen, insgesamt 70 Schüler machten sich an 4 unterschiedlichen Terminen auf den Weg in die Unterkunft. Zwei Stunden lang befassten wir uns mit dem Thema „Fremdsein & Flucht“. Eingangs gab es interkulturelle Gruppenspiele, um einen Zugang zu diesem nicht einfachen Thema zu ebnen. die Schüler sollten u. a. einen „Deutschen Kulturbeutel“ packen oder sich selbst überlegen, was sie im Falle einer Flucht mitnehmen würden.  Besondere Unterstützung fand ich in Bahi, der anschließend die Situation in seinem Heimatland beschrieb und Hintergründe seiner Flucht schilderte. Ebenso gilt mein Dank allen anderen syrischen Freunden, die sich dazugesellten, selbstlos halfen, dabei waren und zum Gelingen des Projekts beitrugen. Aktuelle erschütternde Bilder aus Syrien, sowie ein Video zu Fluchtsituationen im Stil eines PoetrySlam sorgten unter den Jugendlichen für eine bedrückende Stimmung. Die Gefühle und Gedanken wurden behutsam behandelt, denn wichtigstes Ziel dieser Veranstaltungen war, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen, Perspektivwechsel vorzunehmen und Mut mitzunehmen Menschen in Not selbstlos zu helfen und entschieden denjenigen entgegenzutreten, die aus eigener Unwissenheit platte Sprüche in Gewalt münden lassen. Jede/r Schüler/-in erhielt zum Abschluss eine Ausgabe der Erzählung „Krieg- Stell Dir vor er wäre hier“ von Janne Teller.

Im April wird es eine Fortsetzung mit einem interkulturellen Schülermentorenprogramm mit der 8. Klasse geben. Hier wird u.a. ebenfalls  das Thema Flucht im Vordergrund stehen.

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar